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Willkommen auf der kulturreichen Insel Malta

ein Bericht von Carmen Suppan, 13 Jahre

Bilder am Ende des Textes

 

 

 

Als es am 17. August endlich soweit war, dass mystische/magische Malta zu erkunden, ging für uns drei ein Traum in Erfüllung! Nach einer Flugzeit von 1h 55 min hieß es endlich: „Malta wir kommen!“

 

Montag 17.8 : Nach der Ankunft auf der Mittelmeerinsel ging es per Taxi zu unserem Hotel „San Pawl“, welches sich in Bugibba, im Norden Maltas, befand. Für heute stand nur „Ankommen“ auf dem Programm. Zum Abschluss des Abends gönnten wir uns drei ein leckeres Eis und genossen das maltesische Flair.

 

Dienstag 18.8. : Nach dem Frühstück fuhren wir mit dem Bus nach Valletta (der Hauptstadt Maltas) und besuchten das nationale Museum der Archäologie, die St. John’s Co-Kathedrale mit Museum, den Großmeister Palast mit Rüst- und Waffenkammer und die wunderschöne Altstadt Vallettas. Danach fuhren wir per Taxi zu Maltas größten Markt, der sich auf dem ehemaligen Flughafengelände in Ta´Qali befindet. Im „Craft Village“ gab es u. A. das typisch maltesische Glas, geklöppelte Deckchen, Porzellan und verschiedenste Touristen Souvenirs. Daraufhin fuhren wir nach Rabat um uns die St. Paulus Grotte und Kathedrale anzusehen. In Rabat soll der Legende nach der heilige Paulus gestrandet sein und dort 60 Tage gewirkt haben. In Rabat gibt es auch eine große Albrecht Dürer Sammlung. Später waren wir in M´dina, der alten Hauptstadt Maltas. Dort besuchten wir die St. Peter- und St. Paulus Kathedrale mit Museum und die alte Festungsanlage.

 

Mittwoch 19.8.: Auf der Suche nach einer Busverbindung von Bugibba´ nach Golden Bay und Ghajn Tuffieha Bay (den zwei schönsten Stränden Maltas) gingen wir suchend in der Mittagshitze herum, bis wir schließlich mit dem Taxi nach Golden Bay fuhren. Als wir ankamen waren wir ganz begeistert von dem wunderschönen Strand und dem unendlich weiten, türkisen Meer. Das Wasser war klar und sehr warm. Im seichten Gewässer konnte man wunderbar verschiedenste Fischschwärme beobachten. Nach unserem kleinen Badeurlaub am Golden Bay wurden wir angetrieben von unserer Neugierde, um einen Verbindungsweg zwischen den benachbarten Buchten Golden Bay und Ghajn Tuffieha Bay zu finden um zum nächsten Strand zu gelangen. Als wir auf einem Hügel standen, mit Blick auf Golden Bay und dem türkisen Meer, war es die perfekte Idylle um einige Urlaubsschnappschüsse zu machen. Nachdem wir die steilen Klippen überquert haben und fast am Ghajn Tuffieha Bay angelangt waren, entdeckten wir neben der Treppe, auf der wir uns befanden, den mysteriös umstrittenen, seltenen Tatzelwurm, der gerade aus einem Dornbusch hervor kam um zu fressen. Mit erstauntem Blick beobachteten wir das Tier. Doch genau in diesem Moment, als wir das Tier fotografieren wollten, war unsere Kamera defekt, da ein Sandkorn vom Badeurlaub ins Gehäuse der Kamera gelangte und somit das Herausfahren des Linsenobjekts verhinderte. Kurze Zeit später war das Tier auch wieder verschwunden und wir gingen weiter zum Strand. Nach der anstrengenden Wanderung hatten wir uns eine kleine Abkühlung im Meer vor Ghajn Tuffieha Bay redlich verdient. Beim Erforschen der Unterwasserwelt entdeckten wir ein kleines Seepferdchen. Mit der Zeit kam dann auch schon die Flut und es spülte allerhand Seegras und Algen an die Küste. Pünktlich zum Abendessen waren wir wieder in unserem Hotel.

 

Donnerstag 20.8.: Heute stand u. A. Die „Blaue Grotte“ (eines der beliebtesten Ausflugsziele Maltas) auf dem Plan. Auf einem kleinen Boot wurden wir herum kutschiert, rund um uns tiefblaues Meer, bunte Fischschwärme und bizarre Kalksteinformationen auf den steilen Klippen über den einzelnen Höhlen der Blauen Grotte. Wir fuhren in verschiedenste Höhlen der Grotte und tauchten in naturhistorische Welten von Mutter Erde ein. Wir konnten auch durch das „blaue Fenster“ blicken und sahen violette Riffe und den Meeresboden. Nach der Bootsreise fuhren wir zu den ältesten Tempeln Maltas, „Hagar Qim“ und „Mnajdra“. Die überdachten Tempelanlagen sind markante Bauwerke nahe des Meers. Von dort gingen wir direkt per Fußmarsch zu „Il-Maqluba“ wo uns freundlicherweise ein Einheimischer mit dem Auto zur St. Matthews Kapelle brachte. Il-Maqluba ist ein kleines Nest abseits der Hauptstraße, wo sicher noch nie Touristen waren...bisher. Denn jetzt waren wir hier und wir wussten genau, was wir dort suchten: Ein Meteorkraterloch. Neben der Kapelle führte eine uralte Steintreppe steil herab, der wir voller Anspannung und Vorfreunde folgten. Die Treppe führte uns auf ein Felsplateu, von dort hatte man eine gigantische Übersicht über das komplette Meteorkrater Arial. Was beinahe unfassbar ist, ist dass auf Malta keinen einzigen Fluss oder Wald gibt. Aber in den Tiefen vor uns erstreckt sich ein grüner „Dschungel“ und man konnte sogar Vögel zwitschern hören. Beim Blick zum Feigenbaum neben uns, glaubten wir eine große Felsspalte zu erkennen. Bei näherem Betrachten entdeckten wir eine verwilderte, noch ältere Steintreppe, die viele Meter tief in die Felsen gemeißelt wurde. An deren Seitenwänden waren viele uralte Reliefs und mysteriöse Zeichen sichtbar. Am unteren Ende der Treppe versperrte ein herab gestürzter Steinklotz den Zugang in das befruchtete Tiefplateau. Doch Nichts konnte unsere Abenteuerlust davon abhalten dieses Areal zu erkunden- und so zwängten wir uns unter dem Steinklotz durch. Wieder waren wir unserem Ziel ein Stückchen näher gekommen. Jetzt überlegten wir uns den besten Weg, um in den Krater zu gelangen. Unsere Wahl war auf ein blaues Seil gefallen, das glücklicherweise schon dort an einem Baum befestigt war. Denn wir selber hatten keine Kletterausrüstung mit und ohne Seil hätten wir nicht herabsteigen können, da der Fels steil abfällt. Wir legten all unsere Taschen in eine kleine Einkerbung der Felswand rein und Papa Herbert testete das Seil bevor er herunter kletterte. Danach fragte er mich und meinen Bruder Jan, ob wir auch mit kommen wollten. Natürlich antworteten wir wie aus einem Munde: „Ja!“ Aber mir war bewusst, dass ich als Einzige von uns drei „Flip-Flops“ an hatte. Trotzdem war ich felsenfest überzeugt mit zu kommen. Immerhin waren wir jetzt schon so weit gekommen. Schließlich zog ich meine „Schuhe“ aus und kletterte barfuss hinab. Jetzt waren wir endlich angekommen! Es hatte sich gelohnt so weit zu Fuß, in der Mittagshitze, ohne Wasser, zu wandern und barfuss auf den rauen Fels zu klettern, denn das Gefühl war unglaublich. Man muss sich einmal vorstellen, dass man sich in einem Meteorkraterloch befindet und noch dazu im einzigen „Wald“ Maltas steht, den es eigentlich nicht geben sollte. Der Krater schien von unten noch größer als von oben und man konnte an den Steinwänden sogar Brandspuren erkennen. Der „Wald“ bestand hauptsächlich aus Feigenbäumen, Bambusstauden und Felsbrocken. Als wir mit dem Umsehen fertig waren marschierten wir im Uhrzeigersinn an der Felswand entlang. Man kam sich vor wie im Urwald, es hiengen Lianen und ähnliche Gewächse von einigen Bäumen herab und die Luft war stickig. Überall am Boden lagen überreife Feigen und Blütensamen. Kurzer Hand beschlossen wir durch den „Bambuswald“ zu wandern und zu unserem Erstaunen war ein Weg schon vorgetreten und einige Bambusstauden umgetreten.

Doch schon nach kurzer Zeit waren wir uns alle einig um zukehren, denn wir hatten keine Lust uns zu verirren. Als wir die Felsenwand wieder empor kletterten, bemerkte ich rechts von unseren Taschen vier kleine Granatäpfelbäume. Begeisternd pflückten wir die reifsten Früchte und verteilten sie in unseren Taschen. Danach ging es weiter, vorbei unter dem Steinklotz und herauf die „Treppe“. Glücklich und erschöpft warfen wir noch einen letzten Blick auf das Loch, bevor wir die endgültige Heimreise antraten. Zu Fuß, in der unerträglichen, trockenen Hitze Maltas, ohne Trinkwasser. Als wir endlich bei der einzigen Bushaltestelle ankamen, die nach Bugibba´ fährt, bemerkten wir, dass laut Fahrplan der Bus kurz vor unserer Ankunft los gefahren sein musste. Wir hatten uns eigentlich entschlossen auf den nächsten Bus zu warten aber Gott-sei-Dank kam ein privater Taxibus vorbei, der uns mitnahm nach Bugibba´. Von dort gingen wir direkt ins nächste Geschäft und kauften uns Wasser zum Trinken danach entspannten wir uns in den Hotelpool und warteten bis es Zeit war fürs Abendessen.

 

Freitag 21.8.: An diesem Tag hatten wir uns vorgenommen auf die kleine „Schwesterinsel“ Comino zu fahren und dort in der berüchtigten „Blauen Lagune“ zu baden. Nach dem Frühstück fuhren wir per Bus zur Fährenanlagestelle und warteten bis die Fähre zur einstigen „Kümmelinsel“ ankam. Auf dem Weg nach Comino sahen wir auch Gozo, die größere "Schwesterninsel", und eine Bohrplattform im Mittelmeer. Als wir ankamen konnte man zuerst gar nich realisieren wir traumhaft schön die Lagune wirkte, zwischen den felsigen Klippen und Riffen. Es war noch nicht einmal Mittag und schon waren so viele Touristen an der Lagune und suchten sich einen Platz zum Sonnen. Doch leider gab es ja keinen "Strand" in dem Sinn, sondern nur scharfe Klippen, die bis in die Lagune reichten, worauf man sein Badezeug hinlegen konnte. Angetrieben von dem Besucherstrom wollten wir den schönsten und wassernähesten Platz suchen, den wir auch fanden. Ein Meter vor uns war bereits das seichte, türkise Lagunenwasser. Man konnte sich bequem sonnen und gleichzeitig seine Füße ins warme Wasser halten. Am Ende der Klippen waren verschiedenste Riff- und Korallenarten und natürlich auch bunte Fischschwärme. Kurz: Es war das Paradies für Urlauber! Das Meerwasser war sehr warm und auch sehr seicht, wie es in einer Lagune nun mal war. Es gab so viel zu entdecken. Beim Schnorcheln sahen wir kleine Krebse, Rochen und Muscheln mit Perlen drinnen. Es war Nachmittag und es war alles voll mit Touristen. Egal ob in der Lagune oder an den Klippen, man hatte keine Übersicht mehr und so beschlossen wir uns einen ruhigeren Platz zu suchen. Comino war einst eine wunderschön blühende Kümmelinsel, doch jetzt wuchsen nur mehr Dornengewächse und Flechten. Auf der Insel wohnten keine Einheimischen mehr und es gab nur ein kleines "Hotel" am anderen Ende der Insel. Generell "lebt" die Insel durch den Tourismus der "Blauen Lagune". Nach einer kleinen Erkundungstour entdeckten wir einen Platz an der Blauen Lagune, wo wir fast alleine waren, fast noch schöner als der vorherige Strand.  Wir weilten dort für ca. drei Stunden und keiner wollte fort- doch es wurde langsam Abend und bald würden alle Touristen gleichzeitig aufbrechen um rechtzeitig zum Abendessen in ihrem Hotel zu sein. Also warteten wir bis die nächste Fähre kam und wie von Papa Herbert vorher prophezeit, packten alle Touristen nach und nach ihr Zeug, um vom Paradies Abschied zu nehmen. Auf der Rückreise nach Malta ( = gleichnamige Hauptinsel) fuhren wir in einigen kleinen Höhlen hinein und bekamen eine kleine Rundreise um Comino.

 

Samstag 22.8.: Morgens waren wir schon wieder in Österreich, die Zeit auf Malta verging wie im Fluge. Apropos Flug, unser Flug ging bereits um 5 Uhr in der Früh und deshalb hatten wir am letzten Tag nichts vor außer im Hotelzimmer rum zu lungern und eventuell in den Hotelpool zu gehen.